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KARAT 45 - Die Jubiläumstour

28.11.2020 um 19:30 Uhr

Kulturkirche

 

Die Berliner Kultband feiert 2020 ein ganz besonderes Jubiläum. Karat feiert 2020 mit den Fans ihren 45. Geburtstag. Ihr Erfolg in all den Jahren ist unumstritten. Songs wie „Schwanenkönig“, „Gewitterregen“, „Über sieben Brücken“ haben die Poplandschaft weit über die ostdeutschen Grenzen hinaus geprägt. Karat verzichten darauf, zum Jubiläum ein weiteres „Best Of“ zu veröffentlichen, wohl aber nutzen sie das Jahr, um live ihre Stärken zu bündeln. „Karat 45“ umfasst so viele Konzerte wie die Band an Jahren hat. Die Jubiläumstour beinhaltet deutschlandweit 45 Konzerte, eines davon am Samstag, den 28. November in der intimen Atmosphäre der Kulturkirche Neuruppin.

 

Das Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Der höchste Wert, das 24-karätige Gold, besitzt einen Feingehalt von 99,99 %. Die Band Karat gründete sich 1975 und gab von Beginn an 100 % ihrer künstlerischen Meisterschaft und wurde schnell zu einem Juwel der deutschsprachigen Pop- und Rockmusik-Landschaft. Der Lohn dafür waren neben der dauerhaften Fan-Begeisterung zahlreiche‚ funkelnde Auszeichnungen, darunter ganz viel Gold. Bereits 1983 erhielt Karat für ihr bahnbrechendes Album „Der blaue Planet“ (1982 veröffentlicht) in der damaligen Bundesrepublik Deutschland ihre erste‚ Goldene Schallplatte und verweilte 48 Wochen (!) ununterbrochen in den Album-Charts. Nur ein Jahr später folgte Gold Nummer 2 für ihren nächsten Genie-Streich, das 1979 veröffentlichte Meisterwerk „Albatros“. Allein auf diesen beiden Alben sind die größten Hits der ostdeutschen Kult-Band versammelt, die zugleich den musikalisch-künstlerischen Anspruch der Musiker verdeutlichen. Schon in ihrer Gründungs-Phase, das erste Konzert fand im sächsischen Pirna statt, galt Karat als eine All Star-Formation der DDR-Musikszene.

 

Die drei Ex-Mitglieder der zu großem Ruhm gekommenen Jazz-Rock-Formation Panta Rhei, Bassist Henning Protzmann, Sänger Herbert Dreilich sowie der klassisch geschulte und geniale Pianist, Keyboarder und Komponist Ulrich ‚Ed‘ Swillms nahmen den alten Bandnamen aus der altgriechischen Philosophie für das neue Projekt namens Karat wörtlich, als Motivation und für ihre künstlerische Inspiration: Panta Rhei… Alles fließt.

 

Mit dieser Vision kreierten sie ihren eigenen authentischen Stil, an dem sich die Schubfach-Strategen des Musik-Journalismus zunächst die Zähne ausbissen. Jeder ihrer ersten Single-Hits wies in eine andere Richtung, mal Rock-Balladen mit Elementen der klassischen Musik versehen, Einflüsse aus dem Erbe des klassischen deutschen Liedgutes, dann wieder Songs im sogenannten Prog-Rock-Stil mit den markanten Bass-Läufen und Blues- Harmonika…Keine andere Band zu dieser Zeit ist so vielfältig in ihren Arrangements und Sounds, gepaart mit dieser damals ebenfalls neuartigen lyrischen bis poetischen Sprache in den Texten, in Nuancen auch mystisch, philosophisch und politisch.

 

Ihren Anspruch machte Karat von Anfang an klar, mit inzwischen zahlreichen selbst zu modernen Volksliedern, Pop-Evergreens und Klassikern des Deutsch-Rock gewordenen Hits…“König der Welt“, „Albatros“, „Gewitterregen“, „Schwanenkönig“, „Jede Stunde“, „Blumen aus Eis“, „Der blaue Planet“ und natürlich ihrem Über-Hit „Über sieben Brücken musst Du geh’n“, den Peter Maffay in seiner Version zum größten Ost-West-Hit im damals noch geteilten Deutschland machte.

 

Die 45jährige Band-Geschichte von Karat verzeichnet aber auch Tiefschläge. Den schlimmsten 2004, als Sänger Herbert Dreilich nach einer schweren Krankheit verstarb. Die Band war nach einer kurzen‚ Nachwende-Durststrecke‘ gerade wieder auf der Erfolgsspur, sie veröffentlichte neue Studio-Alben, „Die geschenkte Stunde“ (1995), „Balance“ (1997) und „Licht und Schatten“ (2003), als die Schock-Nachricht Karat und ihre Fans mitten ins Herz traf.

 

Nur einer konnte diesen schweren Verlust ersetzen: Herbert’s Sohn Clausius Dreilich, der 2005 neuer Karat-Sänger wurde. Nicht nur, das er die alten Hits mit einer seinem Vater vergleichbaren Stimme, aber eigener Ausdruckskraft interpretierte… Claudius bastelte sofort mit den alten Recken an neuen Songs, die auf bislang drei weiteren Alben produziert wurden: 2010 mit dem programmatischen Titel „Weitergeh’n“, 2015 „Seelenschiffe“ und aktuell 2018 „Labyrinth“.

 

Aber nichts war mehr ausgeprägt, als die Lust am Live-Spielen, ob als Karat in Rock, mit sinfonischen Klangkörpern wie bei „Ost Rock in Klassik“ mit dem Filmorchester Babelsberg oder „Karat’s Symphony“ mit den Kieler Philharmonikern oder jüngst der „Karat Akustiktour“, live und unplugged…

 

Im Jahr 2020 geht es weiter. 45 Jahre…und kein bisschen leiser. Die „KARAT 45 – Jubiläumstour“ umfasst 45 Konzerte überall dort, wo die Fans auf ihre Lieblingsband warten…mit dem Höhepunkt-Konzert in ihrer Heimatstadt Berlin, am 5. September 2020 auf der Parkbühne Wuhlheide.

 

Tickets gibt es an allen guten Vorverkaufsstellen und online über www.reservix.de und www.eventim.de. Weitere Informationen über 03391 355 53 00.