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Andreas Rebers - Ich helfe gern

28.03.2019 um 20:00 Uhr

Kulturhaus

 

Schräg, schräger, Rebers – so könnte man das Bühnenschaffen von Andreas Rebers übertiteln. Er ist einer der vielseitigsten deutschen Kabarettisten und glänzt durch Querdenken und große Experimentierfreude. Seine satirischen Lieder, begleitet am Akkordeon oder Synthesizer, sind brillant durchdacht und vielschichtig. Sie machen Andreas Rebers unverwechselbar in der deutschen Kabarettszene. Seine berüchtigten „Arbeiterlieder“ werden wegen ihres bösen Spotts gefürchtet. Durch den ihm eigenen respektlos-genialen Umgang mit allen denkbaren Themen gehört der gebürtige Niedersachse seit vielen Jahren zu den Größen des bundesdeutschen Kabaretts.

 

Andreas Rebers, der es meisterhaft versteht die richtigen Fragen zum falschen Zeitpunkt zu stellen, kommt mit seinem neuen Programm „Ich helfe gern“, das ein Programm über alles was toxisch ist, am Donnerstag, dem 28. März in das Kulturhaus Neuruppin. Schuldgefühle, faule Kredite, faule Ausreden, Nazismus und Narzissmus. Also ein Programm über uns. Die Moralische Großmacht Deutschland. Lustigerweise bekommen wir die ganze Wahrheit immer erst beim Grand Prix der Eurovision zu hören: „Allemagne: Zero  points!!!“ Hier wird Volkes Stimme mit Volkes Stimme entlarvt. Und wenn am Ende der Teufelsaustreibung noch etwas auf der Bühne herumliegt, kommt in der Zugabe der Tatortreiniger und beseitigt die restlichen Spuren.

 

Rebers ist nicht nur ein präziser intellektueller Analytiker, er ist auch ein hervorragender Musiker, Dichter und Literat. Dabei versteht er es meisterhaft, nicht an der Oberfläche zu kratzen, sondern große politische Themen so lange auf das Leben der kleinen Leute herunterzubrechen, bis es wirklich weh tut.

 

Wie gut, dass Rebers, bevor er sich vor 20 Jahren in München dauerhaft niederließ, als Revolutionspraktikant in Portugal, Bauarbeiter im Irak und Unterhaltungsmusikant auf Schützenfesten, Silberhochzeiten und Schlimmerem die „Stahlgewitter des Volkes“ durchlebt hat. Das hat seinen trockenen Humor krisenfest werden lassen und ihn zum Frohsinnslegastheniker im besten Sinn des Wortes gemacht. Dabei versteht er sich als Clown des Volkes und nicht als Narr der Herrschenden. Ein Satiriker der Giftklasse A.

 

Nach seiner Zeit als musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig war er zwei Jahre Ensemblemitglied bei der Münchner Lach und Schießgesellschaft. Seit 1999 ist er mit seinen kabarettistischen Programmen in ganz Deutschland unterwegs. Diese wurden mit dem „Dieter Hildebrandt Preis“ und dem „Bayrischen Kabarettpreis“ ausgezeichnet.

 

Tickets & Infos: 03391 355 53 00