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Ein Abend mit HENRY HÜBCHEN - Der KULTURTALK mit Robert Rauh

26.04.2020 um 17:00 Uhr

Kulturkirche

 

Er habe nie das Ziel gehabt, Schauspieler zu werden und er wollte auch nicht in Hollywood landen. Was Henry Hübchen dagegen wollte: „Bei der Arbeit Spaß haben.“ Und für diese Spielfreude liebt ihn sein Publikum. Mit Moderator Robert Rauh spricht Henry Hübchen am Sonntag, den 26. April in der Kulturkirche Neuruppin über seine bewegte Karriere – über Theater, Film und Musik.

 

„Die ostdeutsche Antwort auf Marcello Mastroianni” wurde 1947 in Berlin geboren, absolvierte die renommierte Schauspielschule „Ernst Busch“ und stand bereits mit 19 Jahren das erste Mal vor der Kamera: im DEFA-Indianerfilm „Die Söhne der großen Bärin“. Hübchens jüngstes Kinoengagement ist die Verfilmung der populären „Känguru-Chroniken“ in der Regie von Dani Levy (2020).

 

Bekannt wurde er, an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Erwin Geschonneck, mit der Rolle des jungen Juden Mischa in Frank Beyers Meisterwerk „Jakob, der Lügner“ (1974), dem einzigen Oscar-nominierten DEFA-Film. Seit 1974 spielt Hübchen an der Berliner Volksbühne, wo er und Intendant Frank Castorf mit Inszenierungen von Tennessee Williams’ „Endstation Sehnsucht” für Aufmerksamkeit sorgten. Nach der Wende setzte er seine Karriere fort, wandte sich aber mehr dem Film zu. Er überzeugte als melancholischer Kommissar in der Krimiserie „Polizeiruf 110“, als alkoholkranker Filmstar in Andreas Dresens „Whisky mit Wodka“ oder als krisengebeutelter Bürgermeister in Leander Haußmanns „Hai-Alarm am Müggelsee“. Für seine Rolle als arbeitsloser Ex-DDR-Sportreporter Jaeckie Zucker in dem erfolgreichen Film „Alles auf Zucker“ erhielt er 2005 den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Kaum ein deutscher Schauspieler ist so wandlungsfähig wie Henry Hübchen. Richtig zufrieden sei er aber nie: „Im Grunde genommen bin ich selbst mein größter Kritiker.“

 

Was weniger bekannt ist: Hübchen schrieb für die Band CITY mehrere Songs und war Anfang der 1980er-Jahre DDR-Meister im Brettsegeln. „Einen Lebensplan habe ich bis heute nicht – nicht einmal einen Tagesplan“, so der Schauspieler in einem Interview, aber mit dieser relativen Planlosigkeit sei er bisher „ganz gut gefahren“.

 

Tickets gibt es an allen guten Vorverkaufsstellen und online über www.reservix.de und www.eventim.de. Weitere Informationen erhalten Sie über 03391 355 53 00.